IT-Service Berlin
Glasfaser-Verkabelung (LWL) in Berlin
Planung, Verlegung, Spleißen und Messung von Lichtwellenleitern für Gebäude-Backbone, Serverraum und Standortverbindung – in Berlin und Brandenburg.

Bei der Glasfaser-Verkabelung in Berlin verbinden wir Etagen, Gebäudeteile und Serverräume Ihres Unternehmens mit Lichtwellenleitern (LWL) in Singlemode oder Multimode. Wir übernehmen Planung, Verlegung, Fusionsspleißen, Dämpfungsmessung und Dokumentation aus einer Hand. Sie erhalten ein störungsfreies Backbone mit Reserven für künftige Bandbreiten.
Wann lohnt sich eine Glasfaser-Verkabelung im Unternehmen?
Kupferkabel der Kategorie 6A übertragen 10 Gbit/s – allerdings nur bis etwa 100 Meter Gesamtlänge. Sobald längere Wege, mehrere Etagen oder ein zweites Gebäude ins Spiel kommen, stößt Kupfer an seine Grenzen. Lichtwellenleiter überbrücken dagegen problemlos Hunderte Meter, mit Singlemode sogar Kilometer.
Weil Glasfaser Daten als Lichtsignal überträgt, ist sie unempfindlich gegen elektromagnetische Einstreuungen von Aufzügen, Maschinen oder Starkstromleitungen. Zwischen zwei Gebäuden entfällt außerdem die elektrische Verbindung – Potenzialunterschiede und Überspannungen werden nicht über das Datenkabel weitergetragen.
Typische Anlässe für eine LWL-Verkabelung in Berliner Büros und Gewerbeobjekten sind:
- Anbindung mehrerer Etagenverteiler an den zentralen Serverraum
- Verbindung von Vorder- und Hinterhaus, Hallen oder Nebengebäuden
- Uplinks zwischen Core- und Access-Switches mit 10 Gbit/s und mehr
- Modernisierung eines Altbaus, in dem die Kupferstrecken zu lang oder überlastet sind
- Vorbereitung auf Server-, Storage- und Cloud-Anwendungen mit steigendem Datenvolumen
Singlemode oder Multimode: OM3, OM4 oder OS2?
Multimode-Fasern (OM3, OM4) haben einen Kerndurchmesser von 50 µm und werden mit günstigerer Optik betrieben. Für 10 Gbit/s reichen sie je nach Kategorie für rund 300 bis 400 Meter – ideal innerhalb eines Gebäudes oder im Serverraum.
Singlemode-Fasern (OS2) mit 9 µm Kern sind für große Distanzen und sehr hohe Datenraten ausgelegt. Sie eignen sich für Campus-Verbindungen zwischen Gebäuden und für ein Backbone, das über viele Jahre mehrere Switch-Generationen tragen soll.
Welcher Fasertyp passt, hängt von Streckenlänge, vorhandener Netzwerktechnik und Ihren Ausbauplänen ab. Wir prüfen das bei der Begehung und empfehlen eine Lösung, die zu Ihren Switches und SFP-Modulen passt – statt pauschal das teuerste Material zu verbauen.
Unsere Leistungen für LWL in Berlin
Von der ersten Bestandsaufnahme bis zum Messprotokoll bekommen Sie alles von einem Ansprechpartner.
Planung & Beratung
Wir legen Trassen, Fasertyp und Faseranzahl gemeinsam mit Ihnen fest.
- Begehung und Aufnahme der Gebäudestruktur
- Auswahl Singlemode/Multimode und Steckertyp
- Reservefasern für spätere Erweiterungen
- Abstimmung mit Ihrer aktiven Netzwerktechnik
Verlegung & Montage
Glasfaser ist belastbar, verlangt aber sorgfältigen Umgang.
- Kabelzug unter Einhaltung der Biegeradien
- Mechanischer Schutz in Kanal, Rohr oder Trasse
- Montage von LWL-Patchpanels und Spleißboxen
- Saubere Führung im Netzwerkschrank
Spleißen & Messen
Erst die Messung zeigt, ob eine Strecke wirklich gut ist.
- Fusionsspleißen mit modernen Spleißgeräten
- Dämpfungsmessung jeder Faser
- Beschriftung aller Fasern und Ports
- Messprotokoll und Streckendokumentation
LWL-Spleißen: warum saubere Verbindungen entscheidend sind
Beim Fusionsspleißen werden zwei Fasern mit einem Lichtbogen exakt verschweißt. In der Praxis spleißen wir vorkonfektionierte Pigtails mit LC- oder SC-Stecker an das Installationskabel und legen die Spleiße geschützt in Kassetten ab.
Jeder Spleiß und jede Steckverbindung kostet etwas Lichtleistung. Ist die Gesamtdämpfung einer Strecke zu hoch, laufen Verbindungen instabil oder gar nicht – vor allem bei höheren Datenraten. Deshalb messen wir nach dem Spleißen jede Faser und halten die Werte im Protokoll fest.
Die Dokumentation zahlt sich später aus: Bei einer Störung oder Erweiterung lässt sich sofort nachvollziehen, welche Faser wohin führt und wie gut sie bei der Abnahme war.
So läuft Ihre Glasfaser-Verkabelung in Berlin ab
Vier klare Schritte, abgestimmt auf Ihren Betrieb.
Vor-Ort-Termin
Wir sehen uns Gebäude, Verteilerstandorte und mögliche Kabelwege an und klären, welche Anschlüsse Sie wo benötigen.
Konzept
Sie erhalten eine Planung mit Trassen, Fasertyp, Faserzahl und Reserven – unter Berücksichtigung der einschlägigen Normen und späterer Erweiterungen.
Installation
Unsere Techniker verlegen die Kabel, montieren Patchpanels und spleißen die Fasern. Arbeitsschritte, die den Betrieb stören könnten, stimmen wir vorher mit Ihnen ab.
Messung und Übergabe
Jede Strecke wird gemessen, beschriftet und dokumentiert. Sie bekommen die Unterlagen für Ihre IT-Dokumentation.
Glasfaser und Kupfer sinnvoll kombinieren
In den meisten Büros ist die beste Lösung eine Mischung: Glasfaser im Gebäude-Backbone zwischen den Verteilern, Kupfer der Kategorie 6A vom Etagenverteiler bis zur Netzwerkdose am Arbeitsplatz. So bleibt die Anbindung von PCs, Telefonen und Access Points mit PoE einfach, während die Hauptleitungen genügend Reserve haben.
Die Glasfaser-Strecken planen wir deshalb immer als Teil Ihrer gesamten IT-Verkabelung. Die Kupferseite übernehmen wir im Rahmen der Netzwerkverkabelung, sodass Patchfelder, Schrankbelegung und Beschriftung zusammenpassen. Auf Wunsch kümmert sich unser Team anschließend um Switches und Konfiguration im Rahmen der Netzwerkbetreuung.
Gut zu wissen
Bestehende Verkabelung prüfen lassen
Sie sind unsicher, ob Ihre Leitungen noch ausreichen oder ob ein LWL-Backbone sinnvoll ist? Wir sehen uns Ihre Verkabelung vor Ort in Berlin an und sagen Ihnen ehrlich, was nötig ist.
Häufige Fragen zu Glasfaser (LWL)
Was kostet eine Glasfaser-Verkabelung in Berlin?
Der Preis hängt vor allem von Streckenlänge, Fasertyp und Faseranzahl, dem Aufwand für Kabelwege und der Zahl der Spleiße ab. Eine seriöse Kalkulation ist deshalb erst nach einer Begehung möglich. Danach erhalten Sie ein Angebot mit allen Positionen inklusive Messung und Dokumentation.
Was ist der Unterschied zwischen Singlemode und Multimode?
Multimode-Fasern (OM3, OM4) haben einen dickeren Kern und eignen sich für kürzere Strecken innerhalb von Gebäuden und Rechenzentren. Singlemode-Fasern (OS2) haben einen sehr dünnen Kern und überbrücken bei hohen Datenraten Entfernungen bis in den Kilometerbereich. Für Verbindungen zwischen Gebäuden ist Singlemode meist die bessere Wahl.
Ist eine LWL-Verkabelung dasselbe wie ein Glasfaser-Internetanschluss?
Nein. Den Glasfaser-Anschluss ins Gebäude stellt Ihr Internetprovider bereit. Wir kümmern uns um die Glasfaser innerhalb Ihrer Räume, also um die Verbindungen zwischen Serverraum, Etagenverteilern und Gebäudeteilen.
Kann ich Glasfaser mit meiner vorhandenen Kupferverkabelung kombinieren?
Ja, das ist sogar der Normalfall. Glasfaser übernimmt die Hauptstrecken zwischen den Verteilern, die Arbeitsplätze bleiben über Kupfer angebunden. Switches mit SFP-Ports verbinden beide Welten, sodass Sie schrittweise modernisieren können.
Warum muss Glasfaser gespleißt und gemessen werden?
Durch das Spleißen entsteht eine dauerhafte, verlustarme Verbindung zwischen Installationskabel und Stecker. Die anschließende Dämpfungsmessung belegt, dass jede Faser innerhalb der zulässigen Werte liegt. Ohne Messprotokoll bleibt unklar, ob eine Strecke auch bei höheren Datenraten zuverlässig funktioniert.
Wie lange hält eine Glasfaser-Verkabelung?
Fachgerecht verlegte Glasfaser altert kaum und überdauert in der Regel mehrere Generationen von Netzwerktechnik. Höhere Geschwindigkeiten erreichen Sie oft allein durch neue Switches oder Transceiver, ohne die Kabel zu tauschen. Voraussetzung ist eine Planung mit passendem Fasertyp und ausreichenden Reservefasern.
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