Ratgeber · Stand Oktober 2026
Was kostet IT-Betreuung? Kosten und Abrechnung
Einen Festpreis für IT-Betreuung gibt es nicht. Wir zeigen, wovon die Kosten abhängen, wie abgerechnet wird und worauf Sie beim Vergleich von Angeboten achten.

Was IT-Betreuung kostet, hängt vor allem von vier Dingen ab: der Zahl der Arbeitsplätze und Server, Ihrer Fachsoftware, der zugesagten Reaktionszeit und dem Zustand Ihrer IT zu Beginn. Üblich sind drei Abrechnungsmodelle: ein Vertrag mit Stundenkontingent, eine Pauschale pro Arbeitsplatz oder die Abrechnung nach Aufwand. Seriöse Preise nennt ein Dienstleister erst, wenn er Ihre Umgebung kennt.
Warum es keinen Einheitspreis gibt
Ein Büro mit zehn Arbeitsplätzen und reinen Cloud-Diensten macht weniger Arbeit als eine Kanzlei gleicher Größe mit eigenem Server, Fachsoftware und Telefonanlage. Preislisten im Internet vergleichen deshalb oft Äpfel mit Birnen.
Wir nennen auf dieser Seite bewusst keine Zahlen. Das Angebot richtet sich nach Ihrer Unternehmensgröße und Ihrem Bedarf. Was Sie aber vorab einschätzen können, sind die Faktoren, die den Preis bestimmen.
Wovon die Kosten der IT-Betreuung abhängen
Diese Punkte fragt jeder seriöse Dienstleister ab, bevor er ein Angebot macht.
Umfang
- Zahl der Arbeitsplätze, Notebooks und Smartphones
- Eigene Server oder nur Cloud-Dienste wie Microsoft 365
- Ein Standort oder mehrere
- Telefonanlage, Firewall und WLAN
Anforderungen
- Fachsoftware wie DATEV oder RA-MICRO
- Gewünschte Reaktionszeit
- Hilfe außerhalb der Bürozeiten
- Vorgaben zu Datenschutz und Sicherheit
Ausgangslage
- Gibt es eine aktuelle Dokumentation?
- Funktioniert die Datensicherung nachweislich?
- Wie alt sind Server und Betriebssysteme?
- Wie viel bisher an einer Person hängt
Drei Abrechnungsmodelle im Vergleich
Vertrag mit Stundenkontingent: Sie vereinbaren eine feste Zahl an Stunden für Wartung und Support. Daraus wird die tatsächlich geleistete Zeit gebucht. Häufig sind weitere Leistungen fest eingeschlossen, etwa Monitoring, Ticketsystem und eine zugesagte Reaktionszeit. Die Kosten sind gut planbar, und Sie sehen, wofür die Zeit verwendet wurde.
Pauschale pro Arbeitsplatz oder Gerät: Sie zahlen einen festen Betrag pro Monat, oft als Teil von Managed Services. Das ist einfach zu kalkulieren. Prüfen Sie aber genau, was die Pauschale abdeckt. Projekte, Vor-Ort-Einsätze und neue Geräte sind häufig ausgenommen.
Abrechnung nach Aufwand: Sie zahlen nur, wenn Sie den Dienstleister rufen. Das wirkt günstig, solange nichts passiert. Es gibt aber meist keine zugesagte Reaktionszeit, und niemand kümmert sich vorbeugend um Updates und Backups. Für ein Unternehmen, das täglich auf seine IT angewiesen ist, ist das selten die richtige Wahl.
So rechnen wir ab
Unsere Kunden betreuen wir überwiegend über einen IT-Dienstleistungsvertrag. Er enthält ein Stundenkontingent für die Wartung Ihrer Systeme und den Support Ihrer Mitarbeitenden. Wie groß das Kontingent ist, legen wir nach Unternehmensgröße und Bedarf fest.
Was der Vertrag neben den Stunden abdeckt und wie die Abrechnung im Detail läuft, steht in dieser Übersicht. Mehr zum Vertrag selbst lesen Sie beim IT-Wartungsvertrag.
- Reaktionszeit von höchstens drei Stunden in den Servicezeiten Mo–Fr 8–18 Uhr
- Monitoring Ihrer Systeme, Ticketsystem und Kontrolle der Datensicherung
- Abrechnung im 15-Minuten-Takt
- Nicht genutzte Stunden aus dem Kontingent verfallen
- Vor-Ort-Einsätze in Berlin: Anfahrt als Pauschale pro Anfahrt
- Notfallhilfe außerhalb der Servicezeiten für Betreuungskunden, dafür können Zuschläge anfallen
Kosten, die oft übersehen werden
Der Monatsbetrag im Angebot ist nur ein Teil der IT-Kosten. Fragen Sie bei jedem Angebot nach, wie die folgenden Punkte geregelt sind. So vermeiden Sie Überraschungen auf der ersten Rechnung.
- Anfahrt und Fahrzeit bei Vor-Ort-Einsätzen
- Einsätze abends, am Wochenende und an Feiertagen
- Projekte wie Server-Tausch, Umzug oder neue Arbeitsplätze
- Hardware und Softwarelizenzen, etwa für Microsoft 365 oder Backup-Software
- Abrechnungstakt: je angefangene 15 Minuten oder größere Einheiten
- Klauseln zur jährlichen Preisanpassung
Was keine IT-Betreuung kostet
Wer ohne laufende Betreuung arbeitet, spart den Monatsbetrag, zahlt aber an anderer Stelle. Ein Server, der ohne Vorwarnung ausfällt, legt das ganze Büro still. Ein Notfalleinsatz kostet mehr als geplante Wartung, und eine Datensicherung, die nie geprüft wurde, fällt oft erst im Ernstfall auf.
Wie Sie die laufenden Ausgaben trotzdem im Griff behalten, zeigen wir im Ratgeber IT-Kosten senken. Was zur regelmäßigen Pflege gehört, lesen Sie bei der EDV-Wartung.
Angebote für IT-Betreuung richtig vergleichen
Legen Sie Angebote nicht nur nach dem Monatspreis nebeneinander. Vergleichen Sie, welche Systeme genannt sind, welche Reaktionszeit zugesagt ist und was zusätzlich berechnet wird. Ein günstiges Angebot mit wenigen Inklusivleistungen wird im Alltag schnell teurer.
Eine ausführliche Liste mit zwölf Prüffragen finden Sie in unserer Checkliste IT-Servicevertrag. Sie hilft auch dabei, einen laufenden Vertrag zu überprüfen.
Ihr Angebot
Was kostet IT-Betreuung für Ihr Unternehmen?
Im kostenlosen Erstgespräch nehmen wir Ihre IT auf. Danach erhalten Sie ein schriftliches Angebot per E-Mail, in dem steht, was enthalten ist und was gesondert berechnet wird.
Häufige Fragen zu den Kosten der IT-Betreuung
Was kostet IT-Betreuung für ein kleines Büro?
Das hängt von der Zahl der Arbeitsplätze, eigenen Servern, Fachsoftware und der gewünschten Reaktionszeit ab. Ein seriöser Preis lässt sich erst nennen, wenn der Dienstleister Ihre Umgebung kennt. Lassen Sie sich nach einer Bestandsaufnahme ein schriftliches Angebot geben.
Ist eine Pauschale oder ein Stundenkontingent günstiger?
Keines der Modelle ist grundsätzlich günstiger. Eine Pauschale ist einfach zu kalkulieren, deckt aber oft nicht alles ab. Ein Stundenkontingent zeigt genau, wofür die Zeit verwendet wurde. Entscheidend ist, dass Umfang und Zusatzkosten klar geregelt sind.
Verfallen ungenutzte Stunden?
Das regelt jeder Vertrag anders. Bei uns verfallen nicht genutzte Stunden aus dem Kontingent. Deshalb richten wir die Größe des Kontingents nach Ihrem tatsächlichen Bedarf aus.
In welchem Takt wird IT-Support abgerechnet?
Üblich sind Takte von 15 Minuten, manche Dienstleister rechnen auch in halben oder ganzen Stunden ab. Wir rechnen im 15-Minuten-Takt ab. Fragen Sie bei jedem Angebot nach, denn bei vielen kurzen Anfragen macht der Takt einen spürbaren Unterschied.
Wird die Anfahrt extra berechnet?
Bei vielen Dienstleistern ja, entweder pauschal oder nach Fahrzeit. Wir berechnen Anfahrten für Vor-Ort-Einsätze innerhalb Berlins mit einer Pauschale pro Anfahrt. Vieles erledigen wir per Fernwartung, dann fällt keine Anfahrt an.
Warum nennen Sie keine Preise?
Weil ein Preis ohne Kenntnis Ihrer IT entweder zu hoch oder zu niedrig wäre. Wir stellen das Paket nach Unternehmensgröße und Bedarf zusammen. Das Angebot erhalten Sie nach dem kostenlosen Erstgespräch schriftlich per E-Mail.
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